Einleitung

Lagekarte des aktuellen Sanierungsgebietes

Aus Gründen des Hochwasserschutzes entschloss man sich Ende des 19. Jahrhunderts, die Iller zu begradigen und dem Fluss ein dauerhaftes Bett zu geben. Die resultierende Sohleintiefung schritt stärker voran als erwartet und führte zur Absenkung sowohl des Iller-Wasserspiegels als auch des korrespondierenden Grundwasserspiegels.

Die Konsequenz: Brücken waren gefährdet, Brunnen fielen trocken, der Auewald verlor den für ihn lebenswichtigen Anschluss an das Grundwasser.

Daher wurden bereits ab 1900 mehrere Stützschwellen errichtet. Oberhalb der errichteten Schwellen und Rauen Rampen wurde der Grundwasserstand im Illertal wieder angehoben. Die Sanierungsmaßnahmen zwischen Dietenheim (Fl.km 23+480) und Bellenberg (Fl.km 17+000) wurden mit Fertigstellung der Rauen Rampe bei 17+000 in 2004 abgeschlossen. Noch vor Abschluss dieser Sanierungsmaßnahmen wurde ein wasserwirtschaftlich-ökologisches Konzept zur Fortführung der Maßnahmen bis zur Mündung der Iller in die Donau erarbeitet.

Die Illerentwicklung ist ein gemeinschaftliches Projekt des Freistaates Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und des Landes Baden-Württemberg, vertreten durch das Regierungspräsidium Tübingen.